Basenbad zur Entsäuerung gegen Depressionen

Immer häufiger kommt der Verdacht auf, dass Menschen, die depressiv sind, auch unter einer Übersäuerung leiden. Wissenschaftler arbeiten daher an therapeutischen Ansätzen, dass das Wohlbefinden Erkrankter gesteigert werden kann, wenn der Organismus entsäuert wird.

 

Wie kann eine Übersäuerung diagnostiziert werden?

Der pH-Wert des Organismus kann einfach gemessen werden. In jeder Apotheke sind pH-Messstreifen erhältlich, die einfach in einen Becher mit frischem Urin gehalten werden. Innerhalb weniger Sekunden lässt sich anhand der Verfärbung des Teststreifens der pH-Wert des Urins ablesen. Es braucht einfach nur die Farbe des Teststreifens mit einer aufgedruckten Skala auf der Verpackung der Teststreifen verglichen zu werden. Da Menschen, die unter Depressionen leiden, selber zumeist nicht sehr aktiv in der Selbstdiagnostik sind, kann der pH-Wert problemlos von Angehörigen gemessen werden. Sollte dies nicht möglich sein, wird der pH-Wert bei einer Urinroutineuntersuchung in der Hausarztpraxis auf Kosten der Krankenkasse bestimmt.

 

Welche Lebensmittel sind für eine Übersäuerung verantwortlich?

Die Lebensmittel, die zu einer Übersäuerung des Organismus führen, sind so alltäglich, dass es keinesfalls einfach ist, sie aus der gewohnten Ernährung zu verbannen. Folgende Lebensmittel gehören dazu:

  • Kaffee
  • schwarzer Tee
  • Zucker
  • Weißmehlprodukte
  • Milchprodukte
  • industriell verarbeitete Fleischprodukte
  • Alkohol
  • Fast Food (samt Senf, Ketchup und andere fertige Saucen)
  • Essig, ausgenommen naturtrüber Apfelessig

Wer sich gegen eine Übersäuerung schützen möchte, sollte daher mit einer bewussten Ernährung beginnen und die aufgelisteten Lebensmittel nach Möglichkeit vermeiden.

 

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Entsäuerung?

Damit der Organismus arbeiten kann, wie von der Natur vorgesehen, muss das Säure-/Basenverhältnis im Körper ausgeglichen sein. Dies ist in der heutigen Zeit nicht so einfach zu erreichen, da Ernährungssünden, Stress und Schlafmangel an der Tagesordnung sind. Eine Entsäuerung kann folgendermaßen erreicht werden:

  • bewusste Ernährung mit basischen Lebensmitteln
  • ausreichend viel Schlaf
  • Vermeidung von Stress aller Art
  • Entspannung
  • regelmäßige Basenbäder
  • ausreichend viel trinken (kohlensäurefreies Mineralwasser und ungesüßte Kräuterteesorten)
  • die orale Einnahme von basischen Mineralien

 

Was ist ein Basenbad?

Da die Haut das größte menschliche Organ ist, kann die Säure, die sich im Körper befindet, am einfachsten über die Hautoberfläche ausgeschieden werden. Hierfür werden keine aufwendigen Therapien benötigt. Am einfachsten ist ein entspannendes Basenbad, das aus einer Mischung von basischen Mineralien und einer ausgleichenden Mineralienmischung besteht.

Das Badewasser hat bei der Anwendung von einem Basenbad einen basischen pH-Wert, wodurch eine Übersäuerung der Haut ausgeglichen werden kann. In Apotheken und Drogerien können fertige Basenbäder erworben werden, die in der Regel Natron, Salze und Mineralien in unterschiedlichen Mischverhältnissen enthalten. Natron lässt das Badewasser basisch werden, die Entsäuerung wird durch das Basenbad (das je nach Mischungsverhältnis mindestens 1 Stunde andauern sollte) aktiv betrieben. Währenddessen werden die enthaltenen Salze und Mineralien über die Haut aufgenommen. Es erfolgt somit ein Austausch von Säure und Mineralien. Mineralien, wie z. B. Magnesium, werden vom Organismus benötigt, damit wichtige Stoffwechselprodukte erfolgen, und Enzyme gebildet werden können. Können diese Abläufe im Organismus aufgrund von Übersäuerung und Mineralienmangel nicht stattfinden, sind die gesamten Abläufe in einem Organismus im Ungleichgewicht.

Ein Basenbad kann zwischen 1 bis 3 Stunden andauern und sollte zugleich als entspannender Ausgleich zum Alltag angesehen werden. Entspannende Musik und eine Duftlampe mit ätherischen Ölen gelten als empfehlenswerte Kombination, um die gewünschte Entspannung beim Basenbad steigern zu können.

Wer die ausreichende Erfahrung hat, kann sich Basenbäder selber anmischen. Bei der Rezeptur sollte aber darauf geachtet werden, dass der Natronanteil nicht zu hoch ist, weil es ansonsten zu Hautreizungen kommen könnte. Es ist daher eher empfehlenswert, dass sich Anfänger die Basenbäder kaufen, die im Handel fertig gemischt angeboten werden.

 

Was gibt es bei der Durchführung von einem Basenbad zu beachten?

Damit ein Basenbad den gewünschten Effekt hat und den Körper entsäuert, entspannt und auch entschlackt, sind folgende Punkte von entscheidender Bedeutung:

  • Zusammensetzung der Basenmischung (auf wertvolle Salze und Mineralien sollte nicht verzichtet werden)
  • richtige Dosierung
  • Dauer des Basenbads (zwischen 1 und 3 Stunden)
  • Wassertemperatur
  • Häufigkeit der Anwendung (nicht zu oft und nicht zu selten)
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr während des Badens
  • niemals alleine Baden, wenn niemand in Rufnähe ist

Bei einem Basenbad findet zwischen Körper und Badewasser eine Osmose statt. Damit dies möglich ist, darf die Badezeit nicht zu kurz sein. Es dauert mindestens 50 Minuten, bis die Osmose beginnt und die Säure aus dem Körper austritt. Wer ein Basenbad unter Zeitdruck durchführen möchte, bricht dieses bereits ab, bevor die Wirkung des Basenbades überhaupt begonnen hat. Ein Basenbad wirkt nicht nur gegen Depressionen, weil die Übersäuerung im Organismus ausgeglichen wird, sondern auch gegen Cellulitis und Falten. Durch die Badeosmose verbessert sich sichtlich das Hautbild, der körperliche Gesamteindruck wird attraktiver. Das Selbstbewusstsein steigt, wenn der Blick in den Spiegel immer befriedigender wird.

Entzündliche Gelenkbeschwerden, Muskelkater und chronische Schmerzen werden durch ein Basenbad gemindert, wenn dies regelmäßig durchgeführt wird. Es ergibt sich eine umfassende Verbesserung des Wohlbefindens, wenn das Basenbad fachkundig durchgeführt wird.

Die Badeosmose kann sehr anstrengend sein. Wer noch nie ein Basenbad selber erlebt hat, sollte daher nicht alleine sein, wenn die erste Badeanwendung durchgeführt wird. Es kann zu einer Herz- / Kreislaufbelastung kommen, daher sollte im Notfall eine hilfsbereite Person in Rufweite sein. Diese Nebenwirkung ist selten, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund der Osmose während eines Basenbades kann es zu einem verstärkten Durstempfinden kommen. Es ist ratsam, dass bereits vor dem Basenbad ausreichend viel ungesüßter Kräutertee oder Mineralwasser ohne Kohlensäure im Wannenbereich hingestellt werden sollten. Kleine gesunde Snacks, wie Obst oder Gemüse können ebenfalls zum Wohlbefinden in der Wanne beitragen.

Damit ein Basenbad die gewünschte Effektivität hat, sollten nach dem Bad auf die Verwendung üblicher Körperpflegemittel, wie Lotionen, Cremes und Öle, verzichtet werden. So findet die Haut auch schneller wieder ihr natürliches Gleichgewicht (als positiver Nebeneffekt von Basenbädern).

 

Wie oft soll ein Basenbad stattfinden?

Zu Beginn einer Therapie mit Basenbädern sollte der Organismus erst einmal an das Entsäuern im basischen Wasser gewöhnen. In den ersten Wochen reicht ein Basenbad in der Woche aus. Später kann die Anzahl der Basenbäder auf 2 bis 3 Bäder pro Woche gesteigert werden. Mit der Säure, die bei Osmose aus dem Körper ausgeleitet wird, lösen sich auch Schlacken und Giftstoffe. Nach einem Basenbad ist das Badewasser derart verschmutzt, sodass dies optisch erkennbar ist. Je regelmäßiger ein Basenbad durchgeführt wird, desto weniger Gift- und Schlackenstoffe können sich erneut im Körper ansammeln.

 

Gibt es Gegenanzeigen für eine Entsäuerung mithilfe von einem Basenbad?

Da ein Basenbad zur Entsäuerung in Kombination mit Salzen und Mineralien durchgeführt werden soll, kann es auch Gegenanzeigen geben. Personen, die unter einer Nierenerkrankung leiden, sollten niemals ohne Befragung des behandelnden Arztes ein Basenbad in Kombination mit Meersalz und anderen Mineralien durchführen.

 

Ist die Steigerung des Wohlbefindens nach einem Basenbad spürbar?

Wer regelmäßig ein Basenbad durchführt, fühlt sich vielleicht nicht gerade nach der ersten Anwendung besser, wenn diese recht anstrengend war, aber spätestens nach dem zweiten Basenbad. Durch die Osmose werden Säure, Schlacken und Gifte großflächig über die Hautoberfläche ausgeleitet. Im Gegensatz zu anderen Wannenbädern wird die Haut beim Baden nicht „schrumpelig“. Ganz im Gegenteil. Nach einem Basenbad ist die Haut besonders weich und glatt. Cellulitis glättet sich sichtbar. Besonders angenehm ist es, wenn während des Basenbades immer ein Peelingshandschuh verwendet wird. Durch das lange Aufweichen der Haut können abgestorbene Hautschüppchen ganz einfach abgerieben werden. Zudem wird die Durchblutung der Hautoberfläche beim Baden durch den Peelinghandschuh angeregt. Je besser die Haut durchblutet ist, desto intensiver kann die Osmose stattfinden.

 

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei den verschiedenen Möglichkeiten zur Entsäuerung?

Eine körperliche Entsäuerung kann entweder durch eine Nahrungsumstellung, die orale Einnahme von basischen Mineralien oder durch ein Basenbad effektiv durchgeführt werden.

 

Die Einnahme von Basenmitteln oder einer Nahrungsmittelumstellung:

Vorteile:

  • die Nahrungsmittelumstellung wirkt langfristig und vorbeugend
  • die Einnahme von Basenmitteln ist kurzfristig möglich und wirkt sofort (z. B. wenn Sodbrennen spürbar wird)
  • eine bewusste Lebensweise wird gefördert

 

Nachteile:

  • eine sofortige Beschwerdeverbesserung kann eine Nahrungsumstellung nicht erreichen
  • die Einnahme von Basenmitteln muss wohldosiert sein
  • depressive Menschen können weder eine Nahrungsmittelumstellung auf basische Lebensmittel, noch die Einnahme von Basenmitteln, selber, alleine durchführen

 

Regelmäßige Basenbäder zur Entsäuerung:

 

Vorteile:

  • eine etwas zu hohe oder zu niedrige Dosis des basischen Badezusatzes hat keine ernstlichen gesundheitlichen Folgen
  • Basenbäder führen sofort zu einer Verbesserung des Wohlbefindens
  • sie entsäuern nicht nur, sie entgiften und entschlacken den Organismus auch
  • sie sind einfach in der Anwendung
  • sie bieten bei richtiger Anwendung eine allgemeine körperliche Entspannung

Nachteile:

  • Basenbäder müssen regelmäßig durchgeführt werden und sind relativ zeitaufwendig

 

Sind Basenbäder nur in einer Badewanne möglich?

Basenbäder sind besonders entspannend, wenn eine Badewanne zur Verfügung steht. Wer allerdings nur über eine Dusche im Bad verfügt, braucht nicht zu verzweifeln. Fußbäder mit einem basischen Badezusatz können täglich durchgeführt werden, sind zwar nicht so effektiv, wie ein Wannenbad, steigern aber dennoch die Entsäuerung. Zudem wirken sie gegen Fußpilzinfektionen. Alternativ kann ein Duschhocker in die Dusche gestellt werden, damit mit einem Waschlappen basisches Wasser aus einem Kübel über den gesamten Körper verteilt werden kann.

 

Fazit

Ein regelmäßiges Basenbad ist effektiv, entsäuert, entschlackt und entgiftet den Organismus nachweisbar. Menschen, deren Körper nicht übersäuert sind, leiden bedeutend seltener unter Depressionen. Wie wirksam ein Basenbad für jeden Einzelnen wirklich ist, kann ein persönliches Tagebuch belegen, in das die täglichen persönlichen Empfindungen eingetragen werden. Die Anwendung von einem Basenbad ist angenehm und entspannend zugleich, leider etwas zeitaufwendig. Personen mit Depressionen finden nur selten die Kraft für regelmäßige Entspannungsbäder mit basischen Zusatzstoffen, daher sollten sie bei diesem Therapieansatz von einer nahestehenden Person unterstützt werden.

Ähnliche Beiträge

2 thoughts on “Basenbad zur Entsäuerung gegen Depressionen

  1. Hallo David,

    ich bin über Google und Basenbad auf Deine Seite gestossen. Ich habe keine Depression – Gott sein Dank – aber einen Buchtipp. Es gibt seit kurzer Zeit das Buch „Mediale Medizin“ von Anthony William. Dort werden auch Hinweise zum Thema Depression gegeben. Die Gründe einer Depression können sehr vielfältig sein und da darf wohl jeder seinen Weg finden. Vielleicht bietet das Buch dem einen oder anderen ja einen Hinweis.
    Alles Liebe und Heilung.

    Nina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.