5-HTP – Einnahme, Dosierung und Nebenwirkungen bei Depressionen und Angststörungen

Über 4 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Depressionen und auch depressive Verstimmungen treten bei bei vielen Menschen in schöner Regelmäßigkeit auf. Ach ich war lange Zeit betroffen und litt an wiederkehrenden mittelgradigen bis schweren depressiven Episoden.

Mit Sertralin als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer kam ich auf Dauer nicht zurecht und schließlich bin ich immer wieder bei dem hoch dosierten Johanniskrautpräparat Laif gelandet. Mit 5-HTP habe ich nun zudem ein Mittel gefunden, das ich problemlos mit Laif kombinieren kann und das auch meinen Schlaf nachhaltig und auf natürliche Weise verbessert hat.

 

Serotoninmangel ist weit verbreitet

Vielen Menschen fehlt es an Bewegung. Für eine ausgewogene Ernährung fehlt ebenfalls die Zeit und nachts dreht sich das Gedankenkarussell und an Schlaf ist nicht zu denken. Vielleicht kennst Du das alles. Der Weg zur Depression ist jetzt nicht mehr weit. Eine Folge dieses stressigen Lebens mit Schlafmangel und Fehlernährung ist nicht selten, dass unser Gehirn viel zu wenig Serotonin produziert. Serotonin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der für unsere Stimmung, unsere Fähigkeit, gut zu schlafen, und unseren Appetit zuständig ist. Ein Mangel an Serotonin hingegen führt zwangsläufig zu depressiven Verstimmungen oder zu Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und sogar zu Fettleibigkeit. Körperliche und geistige Leistungen werden so fundamental eingeschränkt.

 

Die Aminosäure 5-HTP kann helfen

Die Aminosäure 5-Hydroxytryptophan, kurz 5-HTP, kann bei Schlafstörungen, Übergewicht, depressiven Verstimmungen und leichten Depressionen helfen. 5-HTP trägt auch den Namen Oxitriptan. 5-HTP ist ein Zwischenprodukt bei der Serotoninproduktion aus L-Tryptophan. Tryptophan wird im Organismus zu 5-HTP und danach im Gehirn zu Serotonin verarbeitet. Serotonin kann wiederum zu Melatonin umgewandelt werden, welches für einen gesunden Schlaf verantwortlich ist.

Die Einnahme von 5-HTP kann nachweislich Symptome lindern, die mit einem eklatanten Mangel an Serotonin in Verbindung gebracht werden.

  • depressive Verstimmungen und Depressionen
  • Angststörungen
  • Panikattacken
  • Schlafmangel und Schlaflosigkeit
  • Heißhungerattacken und Adipositas
  • Essstörungen
  • Fibromyalgie
  • Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • prämenstruelles Syndrom (PMS)

5-HTP gibt es bereits seit den 1970er Jahren, war aber in Deutschland lange Zeit recht unbekannt. In den letzten Jahren wurde intensiv über 5-HTP geforscht. 5-HTP kann einige Vorteile gegenüber der Einnahme von Tryptophan bieten, welches in Deutschland als Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen ist. Tryptophan wird direkt vorm zu Bett Gehen eingenommen. Es kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit hervorrufen und darf nicht mit serotonogenen Medikamenten kombiniert werden. 5-HTP ist effektiver und wirkt schneller als Tryptophan, da es chemisch gesehen einen Schritt näher an der Serotoninproduktion dran ist. Außerdem hat 5-HTP einen natürlichen Ursprung. Es wird aus den Samen der aus Afrika stammenden Pflanze Griffonia simplicifolia gewonnen. Die Wirkung von Tryptophan und 5-HTP kann allerdings bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein.

Die Samen der afrikanischen Kletterstaude Griffonia simplicifolia enthalten bis zu 20% reines 5HTP. Nahrungsergänzungsmittel mit 5-HTP werden daher typischerweise aus ihnen hergestellt.

 

Die Einnahme von 5HTP

Bei depressiven Verstimmungen und leichten Depressionen, gegen Kopfschmerzen und Fibromyalgie und zum Gewichtsverlust solltest Du mit der Einnahme von 50 Milligramm dreimal täglich beginnen. Wenn sich nach etwa zwei Wochen noch keine deutliche Wirkung zeigt, solltest Du die Dosis verdoppeln. 5HTP kann anders als Tryptophan auch vor und während der Mahlzeiten eingenommen werden. Wenn Du 5HTP zum Gewichtsverlust einnehmen willst, dann nehme es 20 Minuten vor dem Essen. Bei Schlafstörungen wird die Einnahme von 5HTP in Mengen zwischen 100 und 300 Milligramm etwa 30 bis 45 Minuten vorm Zubettgehen empfohlen. Beginnen solltest Du stets mit einer niedrigeren Dosis und diese erst frühestens nach drei Tagen erhöhen.

 

Einnahme mit anderen Medikamenten / Wechselwirkungen

Stark dosiertes Johanniskraut lässt sich gut mit 5-HTP kombinieren. Dass Johanniskraut bei leichten bis mittleren Depressionen wirksam ist, wurden in zahlreichen Studien nachgewiesen. Sollte sich die Stimmung trotz der Einnahme von Johanniskraut verdüstern, ist die zusätzliche Einnahme von 5-HTP empfehlenswert. Die Dosierung sollte am besten mit dem Arzt abgesprochen werden. 5-HTP darf allerdings nicht mit anderen Antidepressiva eingenommen werden, sei dem, Dein Arzt empfiehlt und überwacht die Einnahme. Auch bei der Einnahme von 5-HTP können leichte Nebenwirkungen wie Durchfall und Magenverstimmungen auftreten, wenngleich es insgesamt gut verträglichist. Wichtig ist, dass Du mit einer niedrigen Dosierung beginnst und Du die Einnahme von 900 Milligramm am Tag nicht überschreitest. Die häufigste Nebenwirkung ist eine leichte Übelkeit zu Beginn der Einnahme, die dem erhöhten Serotoninwerten geschuldet ist. 5-HTP wird insgesamt besser vertragen als andere SSRI-Medikamente. Als natürliche Aminosäure gibt es im Vergleich zu chemischen Antidepressiva keine dauerhaften Nebenwirkungen.

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